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Deutsche Forstwirtschaft kann wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Energiewende leisten

Die Deutsche Forstwirtschaft kann einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Energiewende leisten und verfügt dazu über sehr gute Voraussetzungen. Dies ist das Fazit der größten Internationalen Fachtagung von Forstfachleuten.

(DFV, Aachen) „Die deutsche Forstwirtschaft will ihren Beitrag zur Rohstoff- und Energieversorgung auf Basis einer modernen Forstwirtschaft leisten. Doch dies muss mit Augenmaß und nach den bewährten Grundsätzen der Nachhaltigkeit erfolgen. Wir stellen uns nicht gegen Windkraftanlagen im Wald, aber dies muss im Lebensraum Wald so sensibel wie nötig geschehen. Dafür werden dringend geordnete Rahmenbedingungen benö-tigt, “ erklärte Carsten Wilke, Präsident des Deutschen Forstvereins.

„Die Wälder der Zukunft haben enormen sozialen, ökonomischen und ökologischen Wert. Sie üben Schutzfunktionen für Menschen aus und sind Lebensraum für vielfäl-tige Tier und Pflanzenarten; sie liefern Ernährungsmittel, pharmazeutische Produkte und sauberes Wasser. Sie tragen zu einem stabilen  Weltklima und  einer gesunden Umwelt bei. Diese vielfältigen Leistungen werden häufig unterschätzt, “ so Jan McAl-pine, Direktorin des Waldforums der Vereinten Nationen zu den knapp mehr als 700 Forstfachleuten. Die „Weltförsterin“ sieht Deutschland als Vorbild für ein nachhaltiges und naturfreundliches Waldmanagement.

Der Sprecher des Vorstands des Deutschen GeoForschungs-Zentrums GFZ in Pots-dam und Mitglied der Ethik-Kommission für sichere Energieversorgung, Prof. Dr. Dr. h.c Reinhard F. Hüttl, appellierte an die Forst- und Holzwirtschaft, mehr auf die hochwertige Holznutzung statt auf Brennholz zu setzen. „Wir brauchen eine intelli-gentere Holznutzung als Rohstoffversorgung für die Bauwirtschaft, Möbelindustrie und als Grundstoff für zukünftige chemische Produkte, die früher aus Erdöl produ-ziert wurden. Die thermische Verwertung darf immer erst am Ende der Verwertungs-kette stehen“, so Professor Hüttl. 

"Das Land NRW bereitet sich nach Auskunft von Hubert Kaiser, Leiter der Landes-forstverwaltung, intensiv auf den Klimawandel vor. „Unser Ziel sind klimaplastische naturnahe Mischwälder mit einer auf die Zukunft ausgerichteten Baumartenausstat-tung, damit die Wälder NRWs auch künftig ihre wichtigen ökologischen, ökonomi-schen und sozialen Leistungen erbringen können“, so Kaiser.

„Die Stabilität unserer Wälder in den nächsten Generationen ist Voraussetzung für die Prosperität des Waldbesitzes. Der Landesbetrieb ist diesem Grundsatz in der Betreuung des Privat- und Körperschaftswaldes und der Bewirtschaftung der landes-eigenen Wälder verpflichtet. Ökologie und Ökonomie ergänzen sich hier idealtypisch, “ ergänzte der Leiter des Landesbetriebes Wald und Holz NRW, Andreas Wiebe.

Der Forstverein begrüßt die Absicht der Bundesregierung, einen Waldklimafonds einzurichten. Damit sollen insbesondere Maßnahmen zur Wiederherstellung eines ausgeglichenen Landschaftswasserhaushaltes, zur besseren Anpassung an Klima-veränderungen, die Neuanlage von kohlenstoffreichen Au- und Feuchtwäldern sowie der Ausbau des CO2-Minderungspotenzials von Holz unterstützt werden. „Die ange-kündigte Finanzausstattung ist aber zu gering. Wir benötigen mindestens 50 Mio. Eu-ro jährlich, um die Anpassung des Waldes an den Klimawandel umzusetzen und die Wälder zu stabilisieren“, so DFV-Präsident Wilke.