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Gemeinsame Feierstunde zum Gedenken an Georg Ludwig Hartig (1764-1837)

In einer gemeinsamen Feierstunde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte gedachten am 2.2.2012 namhafte Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft sowie den forstlichen Verbänden des 175. Todestages von Georg Ludwig Hartig (1764-1837).

Hartig gründete Meisterschulen, um den Wissensstand des Forstpersonals zu verbessern, er veröffentlichte in mehreren Büchern seine Erkenntnisse zur Begründung und Pflege von Waldbeständen und zur so genannten Taxation der Forste. Dabei formulierte Hartig das im Kern bis heute gültige Nachhaltigkeitsprinzip, das er als ethisches und zugleich ökonomisches Richtmaß bezeichnete: „…denn es läßt sich keine dauerhafte Forstwirthschaft denken und erwarten, wenn die Holzabgabe aus den Wäldern nicht auf Nachhaltigkeit berechnet ist." Im Jahr 1821 richtete Hartig eine Forstakademie an der Universität Berlin und später in Eberswalde ein. Auf diese Weise prägte er in Praxis, Forschung und Lehre die Forstwirtschaft und die Forstwissenschaft seiner Zeit. „Die deutsche und internationale Forstwirtschaft und -wissenschaft verdankt Georg Ludwig Hartig ihre entscheidenden Grundlagen, die bis heute ihre Aktualität und Gültigkeit nicht verloren haben", so der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) Georg Schirmbeck, MdB anlässlich der herausragenden Leistungen und Verdienste dieses forstlichen Klassikers. Carsten Wilke, Präsident des Deutschen Forstvereins (DFV) und Vorstandsvorsitzender der 1987 gegründeten Georg-Ludwig-Hartig-Stiftung, betont: „Die Aufschrift auf dem Ehrengrab der Stadt Berlin „Nachwelt ehre den Mann, der der Forste Gedeihen gefördert" verpflichtet geradezu die heutige Forstgeneration dazu, sich immer wieder an das Lebenswerk des forstlichen Klassiker zu erinnern."

 

DFWR, DFV und Georg-Ludwig-Hartig-Stiftung