Am 16. Mai fand eine besondere Exkursion in Ostwestfalen statt, die das Junge Netzwerk Forst und den Forstverein NRW zusammenführte. Insgesamt 17 Teilnehmer verschiedener Generationen nutzten die Gelegenheit, ihr Wissen über den Wald auszutauschen und neue Einblicke zu gewinnen.
Der Vormittag stand ganz im Zeichen innovativer Waldbewirtschaftung. Unter der fachkundigen Leitung von Dr. Norbert Asche besichtigten die Teilnehmer Versuchsanbauten fremdländischer Baumarten auf Flächen des Landesverbandes Lippe. Die Anlage der Flächen erfolgte 2018 im Rahmen des von der FNR geförderten Projekts „Erhalt bzw. Steigerung der nachhaltigen Holzproduktion unter Nutzung ausgewählter Baumarten aus anderen biogeografischen Regionen“. Dr. Asche erläuterte die potenziellen Vorteile hinsichtlich Klimaanpassung und Holznutzung sowie die damit verbundenen Herausforderungen. Eine erste Herausforderung stellte für die Teilnehmer die Bestimmung der jeweiligen Art dar, denn Arten wie die Lindenblättrige Birke oder Sumpfzypresse kannten viele bestenfalls aus der Literatur.
Am Nachmittag wurde die Exkursion mit der Wiehen Holz GmbH unter der Leitung von Benjamin Ahlmeier fortgesetzt. Hier lag der Fokus auf der praktischen Holzernte und -vermarktung. Eine Besonderheit in der Region sind die besonders kleinteiligen Eigentumsverhältnisse. Wenn Flurstücke in der Breite nicht einmal 20 Meter messen und sich verschiedene Eigentümer beispielsweise eine Rückegasse teilen, ergeben sich ganz neue Herausforderungen bei der Bewirtschaftung des Waldes.
Der Ausklang der Exkursion fand in der Gaststätte zum Wilden Schmied statt, die einen schönen Panoramablick über das Weserbergland bot. Die gemeinsame Exkursion war ein voller Erfolg und unterstrich die Bedeutung des generationenübergreifenden Dialogs im Forstbereich. Ein besonderer Dank gilt sowohl Dr. Norbert Asche und Benjamin Ahlmeier für die spannenden Einblicke als auch Christian Pröbsting vom JNF für die Organisation der Veranstaltung.


