Deutscher Forstverein e.V.Veranstaltungen

Waldbau

Waldforschungs - Was braucht die Praxis?

Seminar 1

Waldforschung - Was braucht die Praxis?

10:45 – 11:45 Uhr

Dr. Kristin Morgenstern und Dr. Dr. habil. Matthias Noack, Referenten in der Abteilung Projektmanagement der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR)

 

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) begleitet als Projektträgerin des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat seit Jahrzehnten die angewandte Waldforschung. Vertreter des FNR-Projektmanagements geben einen Überblick über die FNR und ihre betreuten Forschungsaktivitäten. Sie stellen spannende Projektergebnisse zu waldbaulichen Themen vor und berichten über aktuelle Forschungsschwerpunkte. Im Anschluss haben die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Ideen und Vorstellungen für die angewandte Waldforschung einzubringen.

 

 
Der Wald im Klimawandel – Umbruch, Herausforderung und Chance

Seminar 2

Der Wald im Klimawandel – Umbruch, Herausforderung und Chance

12:15 – 13:15 Uhr

Prof. Dr. Henrik Hartmann, Institut für Waldschutz, Julius Kühn-Institut für Kulturpflanzen, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Quedlinburg; Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie, Georg-August-Universität Göttingen; Abteilung Biogeochemische Prozesse, Max-Planck-Institut für Biogeochemie, Jena

 

Die Klimakrise macht dem Wald zu schaffen, nicht nur in Deutschland. Seit Jahrzehnten kommt es zu klimabedingten Absterbe-Ereignissen, weltweit. Das ist nicht verwunderlich, der Klimawandel ist ein globales Phänomen und Wälder müssen sich an die neuen klimatischen Bedingungen an ihren Standorten anpassen. Der erste Schritt dieser Anpassung ist der Verfall von Bestehendem: dies kann das Absterben von Altbäumen sein, Verschiebungen in der Zusammensetzung von Artengemeinschaften oder gar der Verlust der Standorteignung von Baumarten. Die daraus resultierenden raschen Veränderungen im gewohnten Waldbild erzeugen den Eindruck von Untergang, dennoch ist Wandel eine inhärente Eigenschaft des Waldes und somit auch ein Neubeginn.

Dieser Beitrag soll zum Nachdenken anregen und gleichzeitig Mut machen, den Umbruch als Chance zur Neugestaltung zu betrachten. Der dafür notwendige Erkenntnisgewinn umfasst Unsicherheiten und Risiken, die wir als Herausforderung für unser Handeln akzeptieren oder gar begrüßen lernen müssen. Die Vergangenheit kommt nicht wieder zurück, die Zukunft liegt in unserer Hand. Waldmanagement muss dabei auf neue Methoden und Werkzeuge setzen, wie Waldreallabore oder digitale Zwillinge, da Erfahrungswerte aus der Vergangenheit nur bedingt auf die neue Zukunft anwendbar sind.

Natürlich keimt´s besser?! – Von Pionierwäldern, Aufforstungen und Saatmethoden

Seminar 3

Natürlich keimt´s besser?! – Von Pionierwäldern, Aufforstungen und Saatmethoden

14:15 – 15:15 Uhr

Dr. Katharina Tiebel, Professur für Waldbau, Technische Universität Dresden

 

Wie gut keimen Pionierbaumarten auch unter Trockenheit – und wie setzen sie sich gegen Grasbewuchs durch? Nach den Kalamitäten der letzten Jahrzehnte wurden in vielen Bundesländern Wiederbewaldung auch auf Basis natürlicher Sukzession gefördert. Dieses Seminar wertet Erfahrungen mit Pionierbaumarten aus, thematisiert den Einfluss von Wildverbiss und stellt weitere innovative Ansätze vor. Ein praxisnaher Einblick in die Dynamik auf Kahlflächen.

Waldbauliche Handlungsoptionen im Klimawandel

Seminar 4

Waldbauliche Handlungsoptionen im Klimawandel

15:45 – 16:45 Uhr

Dr. Katharina Liepe, Arbeitsbereich Herkunfts- und Züchtungsforschung, Thünen Institut für Forstgenetik
Dr. Tobias Mette, Abteilung Boden und Klima, Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF)
Dr. Eric Andreas Thurm, Forstliches Versuchswesen MV (BT FVI), Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern

 

Die Anpassung der Wälder an Dürre und andere Extremereignisse ist mittlerweile Tagesgeschäft für viele Förster und Waldbesitzer. Dennoch stellt sich die Frage, wie umfangreich die Anpassung sein muss. Finanzielle Mittel sind begrenzt und auch die Zeit ist ein limitierender Faktor. Daher ist es wichtig, verschiedene waldbauliche Handlungsoptionen zu kennen und individuell abzuwägen, welche Optionen für die jeweilige Situation zielführend sind. In diesem Seminar wollen wir Ihnen Handlungsoptionen präsentieren und anschließend deren Einflussstärke sowie ihren Nutzen im Klimawandel diskutieren.

Trends im Waldschutz

Seminar 5

Trends im Waldschutz

17:15 – 18:15 Uhr

Dr. Katrin Möller, Fachbereichsleiterin Waldschutz & Wildökologie am Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde (LFE)

 

Der Waldschutz muss sich mit vielfältigen Gefährdungen auseinandersetzen. Gesellschaft und Politik beeinflussen das Risikomanagement in Wäldern. Mit dem Klimawandel nimmt die Gefährdung der Wälder zu, nicht nur durch neuartige Schadorganismen oder häufigere Störungskaskaden. Gleichzeitig beeinflussen Anpassungsmaßnahmen wie neue Waldbauoptionen die Dynamik des Geschehens.

Wie muss und kann der Waldschutz reagieren? Welche Rolle können u. a. neue Überwachungsverfahren, der integrierte Pflanzenschutz, Spezialistenwissen oder die Präsenz auf der Fläche spielen?

 

 

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