Grußworte
Grußwort der Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern
Schriftliches Grußwort der Ministerpräsidentin Manuela Schwesig für die Tagungsbroschüre anlässlich der 72. Jahrestagung des Deutschen Forstvereins e.V. in Rostock vom 3. bis 7. Juni 2026
Liebe Waldfreundinnen und Waldfreunde,
vom 3. bis 7. Juni 2026 heißt Mecklenburg-Vorpommern den Deutschen Forstverein herzlich willkommen in Rostock – zu seiner 72. Jahrestagung unter dem Motto „Wald – Wasser – Küste: Tradition bewahren, Zukunft gestalten“. Dieses Motto passt perfekt zu unserer Region zwischen Ostseeküste, Seenplatte und weiten Waldlandschaften. Es steht für Verantwortung und den Willen, unsere Natur für kommende Generationen zu bewahren. Sehr gerne habe ich die Schirmherrschaft übernommen.
Vor genau 100 Jahren fand die letzte Forstvereinstagung in Rostock statt. Dass der Deutsche Forstverein nun zu diesem Jubiläum zurückkehrt, ist ein schönes Zeichen – für Traditionsbewusstsein und Zukunftsorientierung gleichermaßen. Mecklenburg-Vorpommern blickt auf eine lange forstliche Geschichte und auf engagierte Menschen, die sich mit Herz und Fachwissen für den Schutz und die nachhaltige Nutzung unserer Wälder einsetzen.
Seit seiner Gründung 1899 ist der Deutsche Forstverein mit rund 7.000 Mitgliedern eine wichtige Stimme für Wald, Klima und Ressourcenschutz. Die Tagung in Rostock, mit rund 25 Fachseminaren und 40 Exkursionen, ist eine großartige Gelegenheit, Wissen zu teilen, Ideen weiterzuentwickeln und neue Perspektiven zu gestalten. Besonders freue ich mich über das Junge Netzwerk Forst mit über 1.800 Mitgliedern – es zeigt: Die Zukunft des Waldes liegt in guten Händen.
Allen, die diese Tagung möglich machen, sage ich ein herzliches Dankeschön – und wünsche interessante Begegnungen, neue Impulse und bereichernde Gespräche. Für unsere Wälder und unsere gemeinsame Zukunft.
Ihre
Manuela Schwesig
Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern
Grußwort des Bundesministers für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat Alois Rainer
Liebe Forstleute,
liebe interessierte Leserinnen und Leser,
Deutschland ist Waldland. Wälder prägen unsere Landschaften, stiften Heimat und Identität. Sie sind Lebensraum, Erholungsort und Wirtschaftsraum.
Seit über einem Jahrhundert setzt sich der Deutsche Forstverein für eine verantwortungsvolle, multifunktionale und nachhaltige Waldbewirtschaftung ein. Denn Forstleute wissen: Waldnutzung und Waldschutz gehören zusammen. In diesem Jahr findet die Forstvereinstagung im hohen Norden statt. Hier, zwischen Küste und Binnenland, entfalten Wälder ihre wichtigen Funktionen für Mensch, Natur und Klima. Sie schützen Böden und Gewässer, filtern und speichern Wasser, verbessern das Klima und versorgen uns mit dem wertvollen Rohstoff Holz. Gerade in einer weiten, oft vom Wind geprägten Landschaft sind sie Ruhepol und Kraftquelle zugleich.
Die Forstvereinstagung bietet den Praktikerinnen und Praktikern Raum für intensiven Austausch, Wissensvermittlung und neue Forschungserkenntnisse. Hier kommen die Kümmerer des Waldes zusammen. Solche Plattformen sind unverzichtbar, um voneinander zu lernen, Herausforderungen gemeinsam zu meistern und zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln.
Als Bundeswaldministerium unterstützen wir die Forstleute bei ihrem wertvollen Dienst für Wald und Gesellschaft. So fördern wir über die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) gemeinsam mit den Ländern den Erhalt, die Pflege und die Entwicklung klimaresilienter Mischwälder mit all ihren Funktionen. Und mit dem Förderprogramm „Klimaangepasstes Waldmanagement“ (KWM) haben wir eine langfristige direkte Bundesförderung ins Leben gerufen, die zusätzliche Klimaschutz- und Biodiversitätsleistungen im Wald finanziert und honoriert. Ich bin überzeugt: Diese Gelder sind gut und zielgenau eingesetzt. Sie sind eine Investition in die Zukunft der Wälder und damit ein generationsübergreifendes Projekt für den Erhalt unserer Heimat.
Liebe Forstleute, Ihr Einsatz verdient Anerkennung und Rückhalt. Denn Sie tragen maßgeblich dazu bei, dass unsere Wälder auch kommenden Generationen als Lebensgrundlage, Wirtschaftsraum und Ort der Erholung erhalten bleiben.
Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Tagung, anregende Diskussionen und viele neue Impulse für Ihre weitere Arbeit.
Ihr
Alois Rainer, MdB
Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat
Grußwort des Ministers für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern
Sehr geehrte Damen und Herren,
2026 ist ein besonderes Jahr: Vor genau 100 Jahren fand die letzte Forstvereinstagung in Rostock statt – und der Deutsche Forstverein, 1899 in Schwerin gegründet, kehrt nun an diesen geschichtsträchtigen Ort zurück. Dieses Jubiläum ist nicht nur Anlass zur Freude, sondern auch ein Zeichen der Kontinuität und Stärke einer Branche, die seit über einem Jahrhundert Verantwortung für Wald, Natur und Gesellschaft trägt.
Gleichzeitig stehen wir vor gewaltigen Herausforderungen. Der Klimawandel zwingt uns zum konsequenten Waldumbau, zu stabileren Mischbeständen und einer Bewirtschaftung, die ökologische, ökonomische und soziale Anforderungen gleichermaßen erfüllt. Für den Landeswald in Mecklenburg-Vorpommern habe ich die Bewirtschaftung als Dauerwald festgelegt – ein grundlegender Paradigmenwechsel, der derzeit mit großer Intensität umgesetzt wird.
Zugleich bleibt der Wald weit mehr als ein Wirtschaftsraum: Er ist Erholungsort, Lebensraum, Klimaschützer und Motor nachhaltiger regionaler Entwicklung. Die Forst- und Holzwirtschaft ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für unser Land und trägt entscheidend dazu bei, ländliche Räume zu stärken.
Die 72. Forstvereinstagung vom 3. bis 7. Juni 2026 in der Rostocker Stadthalle greift diese Vielfalt auf. Unter dem Motto „Wald – Wasser – Küste: Tradition bewahren, Zukunft gestalten“ haben der Deutsche Forstverein und die Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern ein spannendes und vielseitiges Programm zusammengestellt. Es richtet sich an alle, die sich professionell, wissenschaftlich oder politisch mit Wald und Forstwirtschaft beschäftigen.
Erfahrungsgemäß nehmen rund 1.000 Fachleute an den Forstvereinstagungen teil. Ich bin zuversichtlich, dass wir diese Zahl erreichen oder sogar übertreffen – nicht zuletzt, weil Rostock als Tagungsort mit seiner Lage zwischen Wald, Wasser und Küste ideale Rahmenbedingungen bietet.
Ich lade Sie herzlich ein, die Tagung aktiv mitzugestalten und die Angebote des Deutschen Forstvereins zu nutzen. Lassen Sie uns Rostock für fünf Tage zur „Förster-Hauptstadt Deutschlands“ machen und gemeinsam über die Zukunft unseres Waldes diskutieren.
Ich freue mich darauf, Sie im Juni 2026 in Rostock begrüßen zu dürfen.
Herzliche Grüße
Dr. Till Backhaus
Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern
Grußwort der Oberbürgermeisterin der Hanse- und Universitätsstadt Rostock
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Gäste der 72. Jahrestagung des Deutschen Forstvereins,
mit großer Freude heiße ich Sie im Juni 2026 in Rostock willkommen. Es ist uns eine besondere Ehre, nach genau 100 Jahren erneut Gastgeberin dieser bedeutenden bundesweiten Forsttagung zu sein – und damit an eine lange Tradition anzuknüpfen, die unsere Stadt und die Forstwirtschaft gleichermaßen prägt.
Der Kauf der Rostocker Heide im Jahr 1252 war zweifellos eine der weitsichtigsten Entscheidungen unserer Stadtgeschichte. Seit über sieben Jahrhunderten ist dieses einzigartige Wald- und Küstengebiet im Besitz der Hansestadt – ein Kapital, das nicht nur wirtschaftlich, sondern vor allem ökologisch wertvoll ist. Mit dem Beginn der geregelten und nachhaltigen Forstwirtschaft im Jahr 1792 wurde der Grundstein für eine bis heute fortgeführte, verantwortungsvolle Bewirtschaftung gelegt. Moderne Ansätze wie der Erhalt von Totholz zeigen, dass Tradition und Zukunft hier Hand in Hand gehen.
Zu dieser Zukunft gehören auch die großen Entwicklungsschritte der jüngeren Vergangenheit: die umfangreichen KONVER-Maßnahmen der 1990er Jahre sowie die seit dem Jahr 2000 bestehende FSC-Zertifizierung, die den hohen Ansprüchen unserer städtischen Forstverwaltung eindrucksvoll Ausdruck verleihen.
Unter dem Motto „Wald – Wasser – Küste: Tradition bewahren, Zukunft gestalten“ bietet die diesjährige Tagung die Möglichkeit, fachliche Expertise zu teilen, neue Impulse zu setzen und die besonderen forstlichen Bedingungen unseres nördlichsten Bundeslandes kennenzulernen. Mit Seminaren, Exkursionen und Vorträgen sowie dem vielfältigen Rahmenprogramm schafft der Deutsche Forstverein erneut einen inspirierenden Raum für Austausch, Vernetzung und gemeinsames Weiterdenken.
Ich wünsche Ihnen eine erkenntnisreiche, anregende und erlebnisvolle Tagungswoche in unserer schönen Hanse- und Universitätsstadt – und viele nachhaltige Eindrücke aus der Rostocker Heide.
Herzlich willkommen in Rostock!
Ihre
Eva-Maria Kröger
Oberbürgermeisterin der Hanse- und Universitätsstadt Rostock
Grußwort des Präsidenten des Deutschen Forstvereins e.V.
Wald und Wasser miteinander zu verbinden hat immer seinen ganz besonderen Reiz. Auf der Tagung des Deutschen Forstvereins in Rostock gelingt uns dies aber in besonderer Weise, steht doch auch noch die Perspektive der Küstenanrainer mit ihm Fokus. Allein das Setting und der Tagungsort versprechen uns also an den frühen Junitagen 2026 ein besonderes Treffen der Forstfamilie an der Ostsee.
Mit unseren Partnern in Mecklenburg-Vorpommern haben wir aber auch besondere Gastgeber gefunden. Bemerkenswerte Gastfreundschaft und das Jubiläum einer historischen Tagung am gleichen Ort spornen an und machen Lust auf die Wiederholung all dessen, was unsere Veranstaltungen ohnehin traditionell ausmacht: ein Treffen unter Freunden, fachlicher Austausch auf hohem Niveau, die Aussicht auf neue Perspektiven und natürlich einfach die Freude, gemeinsam im Wald und am Wasser sein zu dürfen. Mit den Exkursionen erschließen wir uns eine Region, die den Waldbegeisterten ebenso, wie den Kulturfreunden viel zu bieten hat. Von vielen, die ihr Kommen schon früh angekündigt haben, weiß ich, dass sie rund um die Tagung noch ein paar Tage mit der Familie oder Freunden dranhängen und somit noch etwas für ihre ganz persönliche Balance von Forst und Freizeit tun. Auch das ist eine gute Idee.
Damit leben wir etwas vor, was auch als Botschaft von der diesjährigen Tagung ausgehen soll: Wald tut den Menschen gut. Kein Naturraum dürfte dafür öfter besungen und kaum eine Branche für ihr Engagement in Sonntagsreden öfter gelobt werden. Bewahrt und zukunftsgerecht gestaltet wird das Wohlfühlambiente Wald aber nur in der Begleitung von wirtschaftlichem Erfolg, den man möglichst schon heute sieht und dem Vertrauen der Forstleute und Waldbesitzer, dass das eigene Engagement auch im Wald von morgen und für das Leben der nächsten Generation Früchte tragen wird. Dazu braucht es auch Unterstützung von außen bzw. jene Partnerschaften, die das politisch und gesellschaftlich ermöglichen. Auch darüber müssen wir in Rostock reden.
Wir wollen dabei nicht die sein, die jammern, sondern jene, die Mut machen und gemeinsam nach vorne gehen. Dafür gilt es wenigstens einmal im Jahr den eigenen, bekannten Busch und die allzu vertrauten Baustellen des Alltags zu verlassen, neue Kraft und Ideen zu tanken und den Blick mal wieder ganz bewusst in die Weite schweifen zu lassen. In Rostock geht das alles.
Ich freue mich, dass wir uns sehen.
Ihr,
Prof. Dr. Ulrich Schraml
Präsident des Deutschen Forstvereins e.V.







