Am Stadtrand von Dresden schneidet sich die Große Röder tief in den Untergrund. Das imposante Durchbruchstal bot die Kulisse für einen großartigen Landschaftspark, der ab 1781 mit großem Engagement geschaffen wurde. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts verfielen die Anlagen immer mehr, sodass sich in der Folge ein naturnaher Wald entwickeln konnte, der 1961 als NSG unter Schutz gestellt wurde. Im Mai 2010 fegte ein Tornado in breiter Front durch das Tal und hinterließ im Wald Schneisen der Zerstörung. Das NSG inklusive des Landschaftsparks befindet sich heute im Eigentum des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz e. V., der insbesondere nach den schweren Tornadoschäden 2010 das forstliche Management zugunsten eines nachhaltigen Prozessschutzes einstellte. Im Tal lässt sich das Spannungsfeld zwischen Naherholung, Gartendenkmalpflege und Naturschutz wie in keinem anderen Gebiet in Sachsen beobachten.
Exkursionsleitung: Dr. Thomas Westphalen (Landesverein Sächsischer Heimatschutz), Dirk Fanko (Sachsenforst Dresden) und Andreas Ihl (SMUL)


