Thüringer Forstverein e.V.

Die Landesforstvereine - Basis des Deutschen Forstvereins

Vorstand des TFV zu Gast bei ungarischer Jahrestagung

Eine Delegation aus Thüringen beim Präsidenten des ungarischen Forstvereins, v.l.n.r.: TFV-Geschäftsführer Andreas Niepagen, Vorsitzender Hagen Dargel, Vorstandsmitglied Uli Klüßendorf, Dolmetscher Ákos Iványi und Präsident des ungarischen Forstvereins Peter Zambo. (Foto: ForestPress - Zétényi Zoltán)

Vor 150 Jahren hat der ungarische Forstverein seine erste Tagung durchgeführt und seitdem fast jährlich wiederholt. Lediglich dreimal konnte sie nicht stattfinden, so dass dieses Jahr zur 147. Tagung am 23. und 24. Juni wieder an dem Ort der ersten Tagung eingeladen wurde. Der Ort heißt Baile Tusnad (dt. Bad Tuschnad) und liegt auf Grund der wechselvollen europäischen Geschichte heute in Rumnänien. Er gehört zu einer Region nordwestlich von Brasov (dt. Kronstadt), die sich Szeklerland nennt und stark durch die ungarische Tradition geprägt wird, u.a. sind alle Ortsschilder zweisprachig.

Der Präsident des ungarischen Forstvereins Peter Zambo konnte ca. 1.000 Gäste zu der Jubiläumstagung begrüßen, darunter auch drei Mitglieder des Vorstands vom Thüringer Forstverein (siehe Foto). Etwa 80 % der Teilnehmer sind überwiegend in Bussen aus Ungarn angereist, die anderen kamen aus Rumänien. Auf dem Sportplatz der beschaulichen Kurstadt war ein großes Zelt aufgebaut, in dem sich die Tagungsteilnehmer getroffen haben. Für Mitteleuropäer etwas ungewohnt war ein Hinweisschild, dass zur Vorsicht gegenüber Bären - die offensichtlich regelmäßig in die Stadt kommen- gemahnt hat.

Die Landschaft in Transsilvanien ist beeindruckend. Die Karparten  um Baile Tusnad sind geprägt von Bergen vulkanischen Ursprungs mit urtümlichen Wäldern. Die anstrengende Wanderung zum St. Anna See im Krater eines ehemaligen Vulkans auf 950 m ü NN war ein unvergessliches Erlebnis für die Thüringer Förster. Auch die Exkursion im Rahmen der Tagung führte sie noch einmal in ursprüngliche Wälder der Region sowie zu kulturhistorischen Orten, wie z. B. einem Museum über Benedek Elek, den jedes ungarische Kind als Märchenerzähler kennt. Er hat sich in seinen Geschichten schon vor hundert Jahren Gedanken über die Wohlfahrtswirkungen des Waldes gemacht. Zwischen Ungarn und Thüringen wird seit einigen Jahren ein forstlicher Austausch gepflegt, so dass die Thüringer viele persönlich bekannte Kollegen auf der Tagung wieder getroffen haben. TFV-Geschäftsführer Andreas Niepagen ist nach der Tagung zusammen mit ungarischen Kollegen nach Budapest gereist, um in der darauffolgenden Woche ein gemeinsames Waldbau-Projekt durchzuführen.

Dr. Andreas Niepagen

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