Thüringer Forstverein e.V.

Die Landesforstvereine - Basis des Deutschen Forstvereins

Thüringer Forstverein in Spanien

Die Siegermannschaft des Paella-Wettkochens (Foto: A. Niepagen)

Mediterrane Forstwirtschaft verbunden mit mediterraner Lebensweise konnten die 41 Teilnehmer an der diesjährigen Exkursion des Thüringer Forstvereins in den Nordosten von Spanien erkunden und erleben. Verantwortlich für das interessante Programm zeichnete Prof. Dr. José-Vicente Oliver, der Forstwirtschaft an der Polytechnischen Hochschule von Valencia lehrt, jedoch sein forstwissenschaftliches Studium in Göttingen absolviert hat und dort auch promoviert wurde. Bei der Organisation der Exkursion wurde er von seiner Frau unterstützt. Beide begleiteten die Gruppe die gesamte Woche. Oli – so ist seit Göttinger Zeiten sein deutscher Spitzname – überraschte dabei immer wieder mit seinem umfassenden Wissen und wurde dank seiner erfrischenden und liebenswürdigen Art innerhalb kürzester Zeit von allen Teilnehmern ins Herz geschlossen. Beste Voraussetzungen für erlebnisreiche Tage, die in der Region um Valencia begannen. Südlich der Stadt wurde der Naturpark Albufera mit seinen Feuchtgebieten, den Reisfeldern und dem Dünen-Wald in der Nähe des Mittelmeerstrandes besucht. Die vielfältigen Aufgaben des Holzforschungsinstituts ADIMA, Landwirtschaft unter Mittelmeerklima, Kieferwirtschaft unter Berücksichtigung von Waldbrandgefahren sowie schnellwachsende Baumarten als Alternative für landwirtschaftliche Nutzung waren die weiteren Themen der Tage in Valencia. Über die wunderschöne Bergstadt Morella ging es weiter in die Gegend um Barcelona. Beeindruckend waren über 1.000-jährige Olivenbäume, deren Bestand durch die Ausweisung als UNESCO-Weltkulturerbe gesichert wird. Für die spanischen Forst-Kollegen spielt die Holznutzung in bestimmten Bereichen keine Rolle: Bei Trüffelwäldern ist der Erhalt eines Wurzelsystems mit funktionierender Mykorrhiza das wichtigste Ziel und das Holz von Korkeichen soll selbst für Energienutzung mehr oder weniger unbrauchbar sein, während die Rinde für Weingenießer noch immer erste Wahl beim Verschluss der Flaschen ist. Diese Formen von Forstwirtschaft kannten fast alle mitreisenden Förster aus Deutschland bisher nur aus dem Lehrbuch, umso spannender waren die Erläuterungen in der Praxis. Ein Besuch des forstlichen Forschungsinstituts von Katalonien in Solsona nahe den Pyrenäen rundete das umfangreiche fachliche Programm ab. Und was bleibt noch in Erinnerung? Valencia und Barcelona als tolle Städte, Baden im Meer noch im Oktober, die gute spanische Küche und als kulinarischer Höhepunkt ein Paella-Wettkochen unter der Sonne Spaniens.  

Dr. Andreas Niepagen

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