Nordwestdeutscher Forstverein e.V.

Die Landesforstvereine - Basis des Deutschen Forstvereins

Deutsch-Polnischer Austausch 2018

Der DFV unterhält seit vielen Jahren ein Austauschprogramm mit Polen. Delegationen von Forstleuten beider Länder führen wechselseitig Fachexkursionen durch.

Thomasz Kaliszewski führte durch das Raduni-Naturschutzgebiet. Foto: Levin

Polnische Förster besuchen Norddeutschland

Im Mai 218 waren acht Bedienstete der polnischen Staatsforstverwaltung aus dem Raum Danzig in Schleswig-Holstein und Niedersachsen zu Gast. Die Delegation wurde von Pawel Januschewski, dem stellvertretenden Direktor der Forstdirektion Danzig, angeführt. Die Unterbringung erfolgte in den Räumen der Lehranstalt für Forstwirtschaft in Bad Segeberg. Tagesausflüge führten in den Stadtforst Lübeck, den Privatforstbetrieb von Bülow in Gudow und in die Försterei Ahrensbök. Es wurden mithilfe eines Dolmetschers die unterschiedlichen Waldbilder, aber auch Fragen der Forstorganisation und der Jagd diskutiert.

Manche Parallelen wurden beim waldbaulichen Denken gezogen. Aber es gab selbstverständlich auch Unterschiede zwischen der Waldbewirtschaftung in Schleswig-Holstein und in dem von 85 % Staatswaldanteil geprägten Polen festzuhalten. Besuche von kulturellen Highlights in Schleswig-Holstein wie dem Hansemuseum in Lübeck, dem Ratzeburger Dom und dem Schloss Eutin rundeten das Programm ab, bevor die Reise nach Gartow (Niedersachsen) weiterging. Die Forstleute beider Seiten waren sich einig, dass besonders die Gespräche am Rande das gegenseitige Verstehen fördern können. Der deutsche Gegenbesuch in Danzig fand im Juni statt.

Johann Böhling

 

Exkursion des NW Forstvereins in die Forstdirektion Danzig

Vom 3. bis zum 8. Juni 2018 war der Nordwestdeutsche Forstverein zu einem Gegenbesuch nach Polen eingeladen. Uns lediglich fünf Teilnehmer erwartete die schon fast sprichwörtliche Gastfreundschaft der polnischen Kollegen, die den Besuch perfekt organisiert und fachlich interessant gestaltet hatten. Nach einem festlichen Abendessen bei der Ankunft ging es am 4. Juni in die extrem trockenen und armen Standorte am Meer: Flechten-Kiefernwälder, die sich auf ehemaligem Militärgelände etabliert hatten, mit ihrer problematischen Bewirtschaftung. Nachmittags besichtigten wir den Leba-Nationalpark, der sich zwischen dem Leba-See und der Ostsee erstreckt und bis zu 50 m hohe Wanderdünen aufweist.

Tags darauf war ein dendrologischer Garten im Forstamt Wejherowo das Ziel, der didaktisch vorbildlich gestaltet war. Im Wald schauten wir uns die Verfahren an, mit denen unsere polnischen Kollegen Eichen- und Kiefernbestände verjüngen. Am 6. Juni ging es erst ins Forstamt Kolbudy und dann ins Forstamt Gdansk. Ein Schutz­wald über einem ehemaligen Bernsteinbergbaugelände und die Wanderung durch das Tal der Radaune im Jar-Raduni-Naturschutzgebiet zeigten die Schönheiten der Landschaft und führten zu Diskussionen über Forstwirtschaft und Naturschutz. Am 7. Juni dann das Kontrastprogramm: Windwurf auf 7.000 ha im Forstamt Lipusz. Die polnischen Kollegen handhabten das mit einer ausgeklügelten und bewundernswerten Logistik. Am letzten Tag stand noch das Arboretum Wirty im Forstamt Kaliska zur Besichtigung an. In dem wunderschönen Park begegneten wir ertragskundlichen Versuchen, die auf Schwappach zurückgehen, und Teilen eines Eiben-Rettungspro­gramms.

Martin Levin

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