Forstverein Rheinland-Pfalz / Saarland e.V.

Die Landesforstvereine - Basis des Deutschen Forstvereins

Der Forstverein Rheinland-Pfalz – Saarland will attraktiver werden

Klausurtagung im Walderlebniszentrum Stromberg

Der Forstverein Rheinland-Pfalz – Saarland (FV RPS) blickt wie die anderen Länderforstvereine und der Deutsche Forstverein auf eine erfolgreiche und lange Tradition zurück. Grundlage für das Handeln des Vereins und im Verein ist die Satzung. In dieser sind die Fortbildung der Forstleute und die Förderung der Belange der Forstwirtschaft und des Naturschutzes als zentrale Elemente der Vereinsarbeit festgelegt worden. In diesem Sinn leistet der Forstverein nach wie vor wichtige Beiträge zur Fortbildung und zur gesellschaftlichen Wahrnehmung.

Die Zahl der Mitglieder nimmt sowohl deutschlandweit als auch im FV RPS ab. Das Durchschnittsalter der Mitgliedschaft ist hoch. Es versterben mehr Mitglieder als austreten. Die Bindung der Mitglieder an den FV RPS ist sehr hoch. Es treten jedoch re­lativ wenig junge Mitglieder bei. Die Ursachen hierfür sind bekannt und liegen in rückläufigen Einstellungszahlen im Forst, in der Vielzahl der Angebote, in der Arbeitsbelastung und in der Frage nach der Sinnhaftigkeit eines Beitritts. Es drohen ein anhaltender Mitgliederverlust und eine drastische Verschärfung dieser Situation in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren.

Das Angebot an Veranstaltungen, die in den letzten Jahren aus dem Vorstand und der Mitte der Mitgliedschaft heraus organisiert wurden, hat sich gewandelt. Die Mitgliederversammlung und die Jahrestagung finden alle zwei Jahre abwechselnd in jeweils einer der vier Vereinsregionen statt. Jedes Jahr werden eine große Studienreise und verschiedene Halb- und Ganztagesexkursionen angeboten. Die Studienreise ist der Renner und ist nahezu gleich nach Veröffentlichung ausgebucht. An mancher Tages- bzw. Halbtagesexkursionen nehmen Busladungen von Teilnehmern teil, und bei anderen reicht ein Pkw. Und damit ist noch keine Aussage über die Qualität bzw. den Nutzen aus der Veranstaltung getroffen. Die Jahrestagung und die Mitgliederversammlung werden in den letzten zehn Jahren in rückläufiger Frequenz von den Mitgliedern besucht. Für diese Situation gibt es viele Erklärungen und gute Gründe.

Die Ressourcen aus wertvoller ehrenamtlicher Zeit und dem Vereinsvermögen sind jedoch begrenzt. Deshalb müssen die Aktivitäten im Hinblick auf ihre Resonanz und Wirksamkeit kritisch überprüft werden. Wie attraktiv ist der FV RPS für seine Mitglieder und für Interessierte, die sich überlegen, Mitglied zu werden?

Diesen Rahmenbedingungen folgend, kamen im Februar 2017 20 Mitglieder des Forstvereins zu einer Klausurtagung im Walderlebniszentrum Stromberg im Soonwald zusammen (siehe Gruppenfoto am 2. Tag). Dabei wurde über die folgenden Themen bzw. Ziele schwerpunktmäßig gesprochen:

Mit welchen Themen, mit welchen Formaten und Zielsetzungen tritt der FV zukünftig an seine Mitgliedschaft und an eine interessierte Fachöffentlichkeit heran?

Welche Beiträge können der Forstverein und seine Mitglieder zu einem offenen Diskurs betreffend die Beiträge des Waldes und der Forstwirtschaft zur nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft leisten?

Der FV RPS soll eine Diskussionsplattform sein zu aktuellen Themen wie z. B. der Auswirkung des Kartellverfahrens auf die Organisation von Forstverwaltungen? Definition von Positionen und Personen, die als Exponenten diese Positionen in einem offenen und fairen Diskurs vertreten können (alle Waldeigentumsarten, forstliche Dienstleister, Holz- und Naturschutzbranche)? Gilt die Gleichrangigkeit der drei Waldfunktionen noch? Oder sind vielleicht die Erholungs-, Schutz- oder Nutzfunktion je nach Waldbesitzer bereits unterschiedlich wertgeschätzt?

Diese Vorstellungen bzw. Arbeitsergebnisse wurden im Dezember im Beirat des Forstvereines diskutiert, ohne jedoch schon eine Beschlussfassung herbeizuführen. An diesem Prozess, den FV RPS zukunftsfähig zu machen, wird weiter gearbeitet.

Alle Veranstaltungen, die in nächster Zeit diskutiert und organisiert werden, sollen sich zunehmend innerhalb dieser Themen bzw. Ziele einordnen. Die Beratung auf der nächsten Mitgliederversammlung ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Steigerung der Attraktivität.

Thomas Steinmetz, Vorsitzender

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