Deutscher Forstverein e.V.

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Schuleschwänzen war gestern - Wald for future

Bopparder Forstleute beim Pflanzen mit engagierten jungen Menschen. Foto: Werner Dupuis

Im Staatswald Frankscheid bei St.Goar trafen sich etwa 60 Schülerinnen und Schüler aus dem Mainz-Koblenzer Raum, um zusammen mit dem zuständigen Forstamtsleiter Michael Henke (Boppard) und Revierförster Steffen Fromm 2.000 Bäume zu pflanzen. Sie ersetzen die in der Hunsrücker Region durch diverse Kalamitäten sowie klimatische Veränderungen langsam zurückgehende Fichte als einstigem Brotbaum vieler Generationen. Die jungen Leute zwischen 16 und 20 Jahren lernten hierbei genauso wie die forstlichen Praktiker, dass hinsichtlich Umtrieb und (ökonomischer) Nutzbarkeit ganz neue Dimensionen "gedacht" werden müssen. 

Während die Fichte schon in oft weniger als einem Menschen-Lebensalter ertragreich genutzt werden konnte, müssen in St. Goar gepflanzte Baumhasel, Elsbeere, Traubeneiche, Küsten- und Weißtanne, Speierling und Lärche nötigenfalls 250 Jahre auf ihre holztechnische und pekuniäre Nutzung warten. Dass ein Baum aber auch vor seinem Abtrieb einen ökonomischen Nutzen als Öko-Kraftwerk aufweist, war für die jungen Leute eine genauso eindrückliche Erfahrung, wie die, dass der, der einen Baum pflanzt, meist seine Fällung gar nicht mehr erlebt. 

Insofern hatte die Aktion auch eine hohe psychologische und weltanschauliche Komponente. Man sah, dass die Begegnung "face to face" durch nichts ersetzbar ist, am wenigsten durch virtuelle Impulse.

Übrigens: Da St.Goar auch noch eine Bahnstation besitzt, wurde konsequenterweise das umweltfreundliche Verkehrsmittel Zug zur Anreise genutzt.

Horst Heinrich

 

 

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