Forstverein für Nordrhein-Westfalen e.V.

Die Landesforstvereine - Basis des Deutschen Forstvereins

Thementag Nachhaltigkeit in Warendorf am 5. März 2013

Am 05.03.2013 konnte Jörg Matzick, der Vorsitzende des Forstvereins für Nordrhein-Westfalen, rund 80 Mitglieder und Gäste im SparkassenForum in Warendorf willkommen heißen. Schon in den Grußworten von Bürgermeister Jochen Walter, Peter Scholz vom Vorstand der Sparkasse Münsterland Ost und Hubert Kaiser, dem Leiter der Landesforstverwaltung NRW wurde deutlich, dass der Begriff „Nachhaltigkeit“ vielfältig verwendet wird! Wie Hubert Kaiser ausführte, können Förster und Waldbesitzer unstrittig stolz sein auf die dreihundertjährige Entwicklung  „ihres“ Begriffes.

Im Vortragsteil der Veranstaltung referierte zunächst Ulrich Grober, der Autor des Buches „Die Entdeckung der Nachhaltigkeit – Kulturgeschichte eines Begriffes“  über das „Zauberwort Nachhaltigkeit“. Grubers kulturhistorische und sprachwissenschaftliche Zeitreise aus der Romantik in das 21. Jahrhundert fesselte die Zuhörer. Die Lacher auf seiner Seite hatte Gruber, als er anhand seines mitgebrachten Anti-Schuppen-Shampoos festmachte, dass (auch) dieses Produkt bezüglich seiner Wirksamkeit als nachhaltig gepriesen wird!  Kernbotschaft seiner Ausführungen – untermalt von einem NASA-Foto der Erde aus dem Weltraum – war: Nachhaltigkeit zu verstehen als das NAVI in die Zukunft.

Einen ganz anderen Aspekt beleuchtete Marianne Ullrich  von der DEKA Investment GmbH mit Ihrem Vortrag „Nachhaltige Geldanlagen – Chance für eine bessere Zukunft“. Deutlich wurde, dass Nachhaltigkeit festgemacht  wird an sozialen, ethischen und ökologischen Kriterien. Durch Ausschließen nach Negativkriterien (zum Beispiel gegen Kinderarbeit oder Energievergeudung) und Fördern (best-in-class-Kriterien) wird ein wünschenswertes Produkt definiert.

Selbstverständlich beim Forstverein kam zum Schluss mit Christoph Freiherr von Schellersheim ein Waldbesitzer zu Wort! Selbstverständlich stellte er den Waldbesitz als Sparkasse und eine effiziente und kostengünstige Betreuung als wesentliche Elemente der Privatwaldbewirtschaftung heraus. Ganz offen und noch dazu in einem sehr amüsanten Vortragsstil schlilderte Freiherr von Schellersheim am konkreten Beispiel seines Besitzes  die Folgen einer nicht nachhaltigen Beanspruchung des Generationenvertrages!

Der überaus gelungene, facettenreiche Vortragsteil führte schnell zu einer angeregten, vielfältigen und interessanten Diskussion. Festzuhalten aus den vielen Beiträgen ist: Wir  Förster und Waldbesitzer können das Thema sicher glaubhaft vertreten, haben aber keinen Alleinvertretungsanspruch! Wir dürfen Nachhaltigkeit (auch) nicht verengen, sondern müssen sie in allen den Wald betreffenden Facetten und Entscheidungen in voller Breite besetzen! Wir müssen über die Branche Forst hinaus  Allianzen suchen und dabei überzeugen!

„Aus dem deutschen Wald in die Welt“ – dieses Zitat aus dem Vortrag von Ulrich Gruber wird dem Forstverein – so der NRW-Vorsitzende Jörg Matzick in seinem Resümee Ansporn sein,  zeitgemäße Positionen für die forstliche Nachhaltigkeit zu erarbeiten und sich in die gesamtgesellschaftliche Diskussion (auf Landesebene) einzubringen.

Präsentation Grober als pdf-Datei

Präsentation Ullrich als pdf-Datei

Präsentation v. Schellersheim als pdf-Datei

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