Forstverein für Nordrhein-Westfalen e.V.

Die Landesforstvereine - Basis des Deutschen Forstvereins

Klimaanpassung erfordert Handeln – jetzt!

Pressemitteilung des FV für NRW vom 11.07.17

Dies ist das knappe Fazit und die klare Botschaft von Jörg Matzick, Vorsitzender des Forstvereins für NRW, von einer Fachtagung des Forstvereins in der „Grünen Hauptstadt Europas 2017“, Essen, zu der sich etwa 50 Waldexperten am 5.07.2017 im Rathaus Essen-Kettwig und im Essener Stadtwald getroffen hatten.
Klimaplastische Wälder können nur durch kontinuierliche und kundige Pflege entwickelt werden, wie sie eine nachhaltige Forstwirtschaft leisten kann. (Nur) Solche Wälder sind in der Lage, steigende Temperaturen und geringere Niederschläge in einer verlängerten Vegetationszeit, erhöhten Schädlingsdruck oder häufige Extremwetter wie Sturm, Platzregen oder Hitzewellen ohne großflächige Zusammenbrüche zu überstehen (Resilienz).

Verschiedene Fachvorträge und eine Exkursion in den Stadtwald unter dem Titel „Klimaanpassungsstrategie – Was heißt das für den Stadtwald Essen?“ machten deutlich, dass der Klimawandel ein Tempo annimmt, das es dem Ökosystem Wald, das sich in Generationen von 150 bis zu 500 Jahren nur langsam entwickelt, nicht mehr ermöglicht, sich auf natürlichem Wege an die veränderten Umweltbedingungen anzupassen.

Deshalb fordert der Forstverein für NRW die Politik auf:
- Bitte lassen Sie nicht nach in den Anstrengungen zur Eindämmung der Klimaerwärmung und zur Anpassung unseres gesellschaftlichen Handelns an die Erfordernisse des fortschreitenden Klimawandels, insbesondere bei Energieeinsparung und Energieerzeugung!
- Lassen Sie zu und fördern Sie eine Zunahme der Waldfläche in NRW und den Erhalt von Durchgrünungszonen in Ballungsräumen; andere Flächenansprüche sollten durch Eindämmung der Flächenversiegelung und konsequente Umnutzung nicht mehr benötigter Bau- und Industriebrachen gesichert werden.
- Sichern Sie der Forstverwaltung in NRW die notwendigen Ressourcen für ein flächendeckendes klimaschutzorientiertes Forst- und Waldmanagement nach der Richtschnur „Schützen durch Nutzen“, im Körperschafts- und Privatwald als komplementäres, konkurrenzfähiges Angebot. Dazu gehört die Mobilisierung des nachhaltigen Holzzuwachses als Rohstoff für die Holz- und Papierindustrie, Arbeitsplatzsicherung im ländlichen Raum und gleichzeitig wesentlicher Kohlenstoffspeicher bzw. Ersatz (Substitut) für CO2-freisetzende fossile Brenn- und Baustoffe. 
- Sorgen Sie für mehr Einsatz von Holz bzw. den Abbau von Hemmnissen und Diskriminierungen von nachwachsenden Rohstoffen, vor allem im Bauwesen.

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