Forstverein Mecklenburg-Vorpommern e.V.

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„Bewirtschaftung von Wald- und Offenlandflächen auf ehemaligen Truppenübungsplätzen“ – Exkursion im Forstamt Radelübbe

Exkursionsteilnehmer lauschen den Ausführungen des Munitionsbergungsdienstes zu den Fundstücke, die auch heute noch auf Truppenübungsplätzen gefunden werden können (Foto: Dr. U. Rüping)

 

Am 8. Juli fand die dritte Regionalveranstaltung 2016 des Forstvereins Mecklenburg-Vorpommern statt. Thema der Veranstaltung war dieses Mal die Bewirtschaftung von Wald- und Offenlandflächen auf ehemaligen Truppenübungsplätzen. Exkursionsziel hierfür war die “Viezer Heide“ im Revier Radelübbe, eines von acht Revieren des Forstamtes Radelübbe.

Herr Dr. Christof Darsow, Leiter des Forstamtes Radelübbe, begrüßte die mehr als 30 Exkursionsteilnehmer. Nach kurzer Einführung in die Thematik durch den Revierleiter, Herrn Matthias Fiedelmann, ging es hinaus in das landschaftlich reizvolle Kleinod, die “Viezer Heide“. Nach intensiver militärischer Nutzung in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts entstand eine, heute als FFH-Gebiet und Europäisches Vogelschutzgebiet ausgewiesene, ca. 70 ha große Callunaheide. Doch diese schöne und ökologisch wertvolle Landschaft hat auch ihre Schattenseiten, denn noch immer sind die Heide und die angrenzenden Waldflächen (insgesamt ca. 400 ha) als munitionsbelastet eingestuft.

Aufgrund dieser potenziellen Gefahrenlage hatten wir zur Veranstaltung den Munitionsbergungsdienst MV eingeladen. Herr Schmidt erläuterte anhand von mitgebrachten Munitionsfunden anschaulich, wie gefährlich vermeintliche „Fundstücke“ auch nach Jahrzehnten noch sein können.

Da die Heidefläche insbesondere durch Kiefern- und Birkensukzession gefährdet ist und ständiger Pflege bedarf, wurden anschließend die verschiedenen Möglichkeiten der Heidepflege erörtert. Für dieses Thema konnte mit Herrn Steinhäuser vom LUNG MV ein echter Experte gewonnen werden, der ein abschnittsweises Abbrennen der Heide als Pflegemaßnahme favorisiert.

Nachdem sich die Exkursionsteilnehmer mit Wildgulasch gestärkt hatten, stand nach dem Mittag der Wald im Mittelpunkt. In diesem stark von der Baumart Kiefern dominierten Waldteil des Reviers wurden an zwei Waldbildern die natürliche und künstliche Verjüngung von Kiefernbeständen diskutiert. Besonders erschwerend bei der Bewirtschaftung wirken hier der schwierige Absatz von splitterbelastetem Holz und die hohen Anforderungen des FSC Standards. Nach einem zweistündigen Waldbegang fand die Veranstaltung gegen 15 Uhr mit einem durchweg positiven Feedback der Teilnehmer ihren Abschluss.

 

Text: M. Fiedelmann, Fotos: Dr. U. Rüping

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