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Klimaschutzplan 2050 – Forstwirtschaft und Holznutzung spielen eine entscheidende Rolle!

15.11.2016 Der Deutsche Forstverein begrüßt den gestern vom Bundeskabinett verabschiedeten Klimaschutzplan 2050. „Eine nachhaltige Forstwirtschaft und die Bereitstellung von Holz sind wichtige Bestandteile einer erfolgreichen Klimapolitik“, sagt Marcus Kühling, Geschäftsführer des Deutschen Forstvereins. „Wir freuen uns, dass die Bundesregierung die fachlich fundierten Anmerkungen der Forst- und Holzbranche konstruktiv aufgegriffen hat und so nun ein zukunftsfähiges Papier vorliegt.“

Gemeinsam mit zahlreichen Institutionen der Forst- und Holzwirtschaft hat sich auch der Deutsche Forstverein aktiv in den Prozess eingebracht, als das Bundesumweltministerium im September einen Entwurf vorlegte, der zunächst die zentrale Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft zur Erreichung der Klimaschutzziele komplett ausklammerte. Besonders hervorzuheben sind hierbei auch das Gutachten des ehrenamtlich arbeitenden wissenschaftlichen Beirats für Waldpolitik beim BMEL sowie Stellungnahmen des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) und der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher (AGR). Viele darin aufgezeigte Aspekte wurden in dem nun vorliegenden Klimaschutzplan aufgegriffen und in konkrete Maßnahmen zum Klimaschutzbeitrag der Forst- und Holzwirtschaft übertragen. Hierzu zählen unter anderem:

  • Ausweitung der Waldfläche in Deutschland.
  • Anpassung der Wälder an den Klimawandel durch standortgerechte, nachhaltig bewirtschaftete und produktive Wälder.
  • Reduzierung atmosphärische Einträge von Stickstoff und Säuren, die die wichtigen Funktionen der Waldböden gefährden.
  • Stärkung des Förderbereich „Forsten“ der GAK unter Berücksichtigung des Klimaschutzes und Förderung der forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse.
  • Stärkung der internationalen Zusammenarbeit bei Schutz, Wiederaufbau und nachhaltiger Bewirtschaftung der Wälder.
  • Zertifizierung als Instrument zum Nachweis von Holzerzeugnissen aus legaler und nachhaltiger Waldwirtschaft und Ausweitung der EU Nachhaltigkeitskriterien auf feste Bioenergieträger
  • Neuauflage der „Charta für Holz“ zur verstärkten nachhaltigen Holzverwendung.
  • Ausbau der Kaskadennutzung (stoffliche vor energetischer Verwendung) knapper Rohstoffe in der Holz- und Papierwirtschaft.
  • Abbau von Hemmnissen, die den Einsatz von langlebigen Holzprodukten (z.B. im Baumbereich) erschweren.
  • Erforschung und Entwicklung innovativer Verwendungen von Holzprodukten und -werkstoffen.
  • Information, Aufklärung und Wissenstransfer über die nachhaltige Waldbewirtschaftung und intelligente Holzverwendung.

Bundesumweltministerin Hendricks kann jetzt auf der Klimakonferenz in Marrakesch eine, zumindest für den Bereich der Forst- und Holzwirtschaft, innovative und zukunftsfähige deutsche Agenda zu der Erreichung der Klimaschutzziele präsentieren. „Wir wünschen der Bundesministerin viel Erfolg bei den Verhandlungen vor Ort und stehen für eine weitere Zusammenarbeit gerne zur Verfügung“, sagt Kühling.

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