Deutscher Forstverein e.V.

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Nieder- und Mittelwaldwirtschaft – ein altes Thema neu aufgelegt

Exkursion des FVMV auf Rügen

Am 06.09.2019 folgten 20 Mitglieder der Einladung zu einer Fachexkursion des Forstvereins Mecklenburg-Vorpommern auf die Insel Rügen. Thematisch ging es um eine waldbauliche Alternative für den kleineren Privatwald in Mecklenburg Vorpommern. Die Exkursion begann auf einer Projektfläche im Privatwald, auf welcher in den Jahren 2017–2018 ein kombinierter Nieder- und Mittelwald auf rund 7,5 ha Fläche angelegt wurde.

Am ersten Exkursionspunkt wurden allen Teilnehmenden durch die Leiterin des Forstamts Rügen Ricarda Pries und durch den Leiter des Reviers West-Rügen, Cornell Kuithan, ausführlich und sehr anschaulich die Grundlagen und Zielstellungen des Projekts vermittelt. Die Teilnehmenden diskutierten hier intensiv über die Neuanlage dieser historischen Nutzungsart, die früher landschaftsprägend war. Themen wie regionale Nutzung von Bioenergie, Erhöhung der Biodiversität, Risikostreuung, Klima­stabilität der Waldbestände, aber auch Finanzierungsmodelle durch Förderung und Ökopunkte kamen dabei zur Sprache. Kleineren Waldbesitzern soll mit dieser historischen Bewirtschaftungsform in Verbindung mit aktuellen Finanzierungsmodellen die Möglichkeit der Erzielung von ersten Erträgen in absehbarer Zeit eröffnet werden. Durch das Institut für Landschaftspflege und Naturschutz in Greifswald wird das Projekt wissenschaftliche begleitet.

Am Nachmittag ging es dann hoch hinaus. In der Gemeinde Neuenkirchen wurde der „Grümbke-Turm“ erklommen. Der 20 Meter hohe Turm steht auf dem Berg Hoch Hilgor, und die Exkursionsteilnehmenden hatten so bei schönstem Wetter einen Rundumblick in rund 65 Meter Höhe über dem Meeresspiegel auf die herrliche Landschaft der Insel Rügen.

Text und Foto: Thomas Beil

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