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Branchentreff in Darmstadt: Trotz Rohstoffsorgen blickt die Holzindustrie nach vorn

Zum insgesamt zehnten Mal fand vom 16. bis 18. März 2015 der Internationale Kongress der Säge- und Holzindustrie statt. Über 350 Teilnehmer folgten der Einladung ins Wissenschafts- und Kongresszentrum darmstadtium. Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse der Bundeswaldinventur III im letzten Jahr stand das Schwerpunktthema des Rohstoffgipfels fest. Mit dem Deutschen Forstverein e.V. (DFV), der die Veranstaltung als Kooperationspartner unterstützte, setzten die Organisatoren auf einen breiten fachlichen Austausch mit der Forstwirtschaft. "Die schwierige Rohstoffversorgung ist kein reines Abnehmerproblem. Deshalb legen wir viel Wert darauf, dass die Lieferanten unserer Unternehmen ebenfalls zu Wort kommen", begründete Ohnesorge die Kooperation mit dem Forstverein.

 

Die Rohstoffversorgung sollte bei aller Relevanz und Aktualität aber nicht der alleinige Schwerpunkt in Darmstadt bleiben. "Das wäre zu eng gefasst", meint Schmidt und forderte die Betriebe im Rahmen des Sägewerkskongresses auf, sich verstärkt mit den Wünschen und Belangen der Kunden auseinanderzusetzen. Dazu müsse man sich dem Blick von außen öffnen. Eine Prämisse, die sich deutlich im Programm niederschlug: Neben Branchenexperten hielten Unternehmensberater, Dienstleister und Marketing-Agenturen der Sägeindustrie den Spiegel vor. "Diese Perspektive ist wichtig, um Zukunftsfenster zu erkennen", so Schmidt. Auf ein Fallen der Rundholzpreise allein dürften die Betriebe nicht hoffen. Am zweiten Kongresstag rückten dann die Absatzmärkte in den Vordergrund. Die Verschiebungen hin zu Sägenebenprodukten und zum Verpackungsmarkt lieferten dem Plenum dabei ähnlich viel Diskussionsstoff wie die Frage nach der Notwendigkeit von neuen Qualitäts- und Umweltlabels.

Mit welchen Herausforderungen die Holzindustrie darüber hinaus befasst ist, verdeutlichten die neu geschaffenen Foren im Rahmen des Rohstoffgipfels. In diesen präsentierten Wissenschaftler und Vertreter der Industrie interessierten Teilnehmerkreisen gezielt Projekte und Entwicklungen im Bereich Zertifizierung, Holzlogistik und Privatwaldmobilisierung. "Die Qualität der Diskussionen zeigte, dass das Format gut ankommt", so Ohnesorge. Der Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis setze beidseitig neue Impulse und werde daher in der Verbandsarbeit weiter gefördert.

Weitere Informationen unter www.saegewerkskongress.de und www.rohholzverbraucher.de. Foto: DeSH

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