Deutscher Forstverein e.V.

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15.03.2017

Erstes Gespräch des Aktionsbündnisses für Wald und Forstwirtschaft mit der Landesregierung

Am 1. März gab es einen ersten, ausführlichen Gedankenaustausch zu aktuellen Problemen der Forstwirtschaft in Sachsen-Anhalt. Im Mittelpunkt standen aktuelle Personalstruktur- und Finanzierungsfragen im Bereich der Wald- und Forstwirtschaft. Hierzu hatten sich alle neun Verbände des Bündnisses aus dem Forst- und Waldbereich, zu dem auch der Forstverein Sachsen-Anhalt gehört, mit Staatssekretär Dr. Weber vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie (MULE) verabredet.

Die Vertreter veranschaulichten, dass die zugesicherten 20 Stellen für den Forstbereich nunmehr dringend auf den Weg gebracht und einer prioritären Verwendung in den beiden Forstbetrieben zugeführt werden müssen. Diese Stellen dienen wichtigen Aufgaben, die im Augenblick nur unzureichend wahrgenommen werden können. Dieser Tropfen auf den heißen Stein kann den bisher durchgeführten, gravierenden Personalabbau in der Forstverwaltung nicht kompensieren. Es besteht jedoch die Hoffnung, dass ein Anfangspunkt für eine kontinuierlich, positive Entwicklung gesetzt ist. Dafür spricht auch, dass der Staatssekretär ein weiteres Gespräch vor der Sommerpause angeboten hat.

Dem Aktionsbündnis ging es insoweit um die Notwendigkeit einer engen Einbindung der Dienststellen der Forstverwaltung bei der gegenwärtigen Aufgabenüberprüfung. Einbeziehung ist der reinen Anhörung vorzuziehen. Staatssekretär Dr. Weber und das Aktionsbündnis sind sich darüber einig, dass ein regelmäßiger Dialog der beste Weg zur Vertrauensbildung ist. Ob Waldschutz, Anforderungen des Klimawandels, naturgemäßer Waldbau bis hin zur Betreuung des Privatwaldes - ohne verlässliche Personalausstattung und -strukturen sind diese Aufgaben für Sachsen-Anhalts Wälder nicht zu bewältigen.

Gerade in den strukturschwachen Regionen Sachsen-Anhalts kann der Ansatz zur regionalen Wertschöpfung nur durch Absicherung der vorgenannten Sachverhalte gewährleistet werden. Dabei gilt es auch die Rahmenbedingungen für forstliche Dienstleister zu verbessern. Nachwachsende Rohstoffe und deren nachhaltige, naturgemäße Nutzung bedürfen der Menschen, die dies leben und der Mittel, dies zu finanzieren. In diesem Zusammenhang wurde übereinstimmend die Wiederbelebung des Landesbeirates Holz mit Vertretern aus Verwaltung, Politik und Wirtschaft für notwendig erachtet. Große Bedeutung wird auch der Notwendigkeit zur forstlichen Öffentlichkeits-,  Bildungs- und Jugendarbeit für den Wald mit seinen vielfältigen Funktionen und den Rohstoff Holz beigemessen.

Noch wichtiger ist es, junge Hoffnungsträger aus und für Sachsen-Anhalt auszubilden und im Land zu halten. Ein erstes Zeichen wäre die zeitnahe Übernahme der gegenwärtigen Auszubildenden, Anwärter und Referendare.

Aktionsbündnis für den Wald, Sachsen-Anhalt


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