Hessen-Forst: Forstwirtschaft unterstützt Energiewende
Der Landesbetrieb Hessen-Forst verpachtet in den Mittelgebirgen Waldgrundstücke für Windenergieanlagen, wenn diese genehmigungsfähig sind und die betroffenen Kommunen dies unterstützten. Das Augenmerk wird dabei auf Höhenlagen gerichtet, die eine hohe Windhöffigkeit versprechen. „Nur wo genug Wind weht, kann Strom effizient produziert werden“, betont Michael Gerst, Leiter des Landesbetriebs, und ergänzt: „Die energiepolitischen Ziele des Landes können auf diese Weise mit dem geringsten Flächenverbrauch unterstützt und Landschaftsbilder weniger beeinträchtigt werden“.
Die Forderungen des NABU Landesverbandes Hessen, über die bereits feststehenden Ausschlussflächen für Windkraftanlagen hinaus auch alten Buchenbestände und Vogelschutzgebiete zu Tabuzonen zu erklären, trägt kaum dazu bei, die Abkehr von Atomkraftwerken zu beschleunigen. Akteure, die solche Forderungen erheben, verkennen, dass Forstbetriebe im Einklang mit geltendem Recht und mit wissenschaftlich abgesicherter Waldbautechnik - gerade auch alte - Waldbestände pflegen, nutzen und verjüngen. Dadurch sichern sie Arbeitsplätze und Wertschöpfung im Land. Die flächendeckenden Naturschutzaktivitäten des Landesbetriebs Hessen-Forst leisten wertvolle Beiträge zum Schutz gefährdeter Arten. Plakative Forderungen nach Wildnis oder am Baumalter festgemachte statische Betrachtungen dienen weder den gefährdeten Populationen noch einer umweltschonenden Energieerzeugung.